Hallo wiedermal aus Peru aus dem wunderschönen Arequipa. Ich entschuldige mich zuerst für die lange Blogpause! Ich habe hier in Arequipa jedoch ziemlich viel zu tun. Dies tönt zwar etwas komisch, ist aber war! Habe neben dem Spanisch lernen, dem mich in die Kultur integrieren und dem an die etlichen Familienfeste gehen ja noch meine Semesterarbeit welche ich schon vor meiner Abreise fertig stellen wollte, es jedoch nicht geschaft habe;( Tja...ich halt ( danke dir schon im Voraus Hugi ;) )
Also zu meinen neusten Erfahrungen hier in Peru. Für die die einen schwachen Magen haben schlage ich vor das sie nur die Filme schauen und den Text aussenlassen. Letzten Samstag bin ich mit meiner Gastfamilie und zwei Amerikanischen Girls von der Schule zu einem grossen katholischen fest gegangen bei welchen es diverse Veranstaltungen und Atraktioene gab. Eine davon war das traditionelle Cuy Essen. Für die die nicht wissen was das ist, erkläre ich es kurz mit allen Details ;). Also..... man nehme ein Meerschweinchen (welche hier einiges grösser sind als bei uns) halte es mit der linken Hand am Bauch und mit der rechte Hand breche man im vorsichtig das Genick. Danach wird es gewaschen und anschliessend gerupft. Anschliessend mache man das Cuy am "Bauchreisverschluss" auf und entferne jegliche Innereien. Danach gönne man dem Meerschweinchen ein heisses Ölbad in einer grossen Pfanne. Da sich das Meerschweinchen im Ölbad jedoch nicht sehr wohl fühlt möchte es sich zusammenkauern. Dies wird verhindert,indem man ihm einen grossen Stein auf den Rücken lege. So wird das Cuy nun über mehrere Minuten gut durchfritiert und anschliessend gewendet. Diesen Schritt wiederholt man mehrere male bis das Cuy knusprig kross ist bis in die Schenkel. Danach packt man noch einige Kartoffeln dazu und voila fertig ist das Cuy. Zum essen gibt es nichts spezielles zu sagen, nur das es wie ein gegrilltes Hänchen gegessen wird bis auf den Kopf. Dieser und die Pfötchen sind eine Deliatesse! Ebenso wie beim Gügeli hat auch das Cuy einen Wunschknochen. Dieser befindet sich jedoch im Kopf des Cuy also mus man zuerst den Kopf öffnen und vorsichtig ausessen. Falls man jedoch den Knochen in Form eines Hundes findet und diesen mit beispielsweise Cerveza runtertrinkt hat man einen Wunsch frei. Etwas komisch nicht .....? Zum Geschmack: Schmeckt wie Poulet.
Neben meiner leckeren Cuy Erfahrung habe ich mit dem Bruder meiner Gastmutter, welcher in die USA ausgewandert ist und jetzt für zwei Wochen für eine Zahnbehandlung züruckgekommen ist( Zahnbehandlungen hier sind eeeeeennooorrrrmmmmmmm günstig), noch die Stadt etwas verunsichert. Nein nein er nimmt mich nur überall mit hin, und stellt mich überall als seinen Gringo Bruder vor. Wobei er mir aus Spass fast jede Angestellte jedes Ladens in Arequipa anhängen will.Durch ihn habe ich jedoch viele interessante Personen kennengelernt und ein bischen einheimischen Luft geschnuppert. Zudem hat er mir alle Spezialitäten des normalen Volkes gezeigt. So habe ich fast von jedem "wahnsinnig sauberen" Strassengrill irgend etwas probiert. Am besten geschmeck hat mir jedoch bis jetzt Anticucho was soviel bedeutet wie Rinderherz. Also kleine Stücke Rinderherz fein gebraten und dazu die tradizionelle Kartoffel. Dazu noch etwas scharfe Sauce. Und das andere war Caparinas und Chinchulis. Dies ist ebenso sehr fein gebratener Kuhmagen,Eingeweide und Darm natürlich auch mit Kartoffeln. Hört sich zwar extrem Eklig an, ist es auch.........nein nein schmeck wirklich gut! Man darf sich halt einafach nicht vorstellen was es mal war! Ahja oben habe ich die Fotos von meinem Essen, und eigentlich habe ich ja das grosse Meerschweinchen gewollt!! Aber es weigerte sich ziehmlich stark ;) Also bis bald wieder euer Helmut