Sonntag, 14. November 2010

Sweet Home y Triste despedida

Hallo miteinander... so es ist vollbracht!!! Mit schwerem Herzen habe ich das wunderschöne Peru wieder verlassen müssen, was mir wirklich sehr schwer gefallen ist. Und obwohl ich jetzt schon wieder ein Paar Wochen in der Schweiz bin und wieder voll im Zeug mit Arbeit und schweizerischer Pünktlichkeit bin, bin ich irgwendwie doch noch nicht richtig angekommen. Ich vermisse Teils die wirklichen Probleme, welche wir in Peru hatten und nicht die künstlich geschaffenen Gesellschaftsprobleme hier, welche eigentlich gar keine Probleme sind.
Im grossen und ganzen bin ich jedoch mit meiner Arbeit in Peru zufrieden. Ich konnte bei verschiedenen Projekten Tatkräftig mithelfen und habe einen riiiiiisigen Einblick in dieses Land und seine Gegebenheiten bekommen. Auch mein Projekt mit dem Darrieus-Windrad ist zum Schluss gebracht worden, obwohl ich hier sicherlich noch einige Ideen davon weiterentwickeln werde. Die Effizienzmessung mit den Lehmöfen ist beinahe fertig. Dabei haben mir in Peru einige Grundlegende Daten gefehlt, welche ich hier an der ZHAW jedoch haben, und so diese Arbeit in den nächsten Wochen vervollständigen werde. Um kurz über die Highlights dieses Praktikums zu sprechen....... ganz einfach es gabe nur ein Highligh!!! Das ganze Praktikum. Ich wirklich nicht sagen welcher Teil mir am besten gefallen hat.... denn jeder einzelne Tag war ein Highlight für sich, wirklich. Natürlich war nicht immer alles Sonnenschein, aber jeder Tag war anders und sehr interessant. Die einzigen Probleme mit welchen ich zu kämpfen hatte, ware jene welche die einheimischen dort auch hatten, und zwar das ihnen das Material und die Mittel fehlten. So auch mir....

Interessant ist auch das egal wie man sich auch auf einen solchen Einsatz in einem Ausland bzw. in der Entwicklungszusammenarbeit vorbereitet, es immmer und wirklich immer sachen hat welche vollkommen anders sind als das man sie sich vorgestellt hat.
So auch bei mir, ich habe mir die Situation dort wirklich anders vorgestellt als das sie schlussendlich war. Was wiederum sehr interessant ist, da man sich sehr schnell an die neue Situation anpassen muss, denn falls man zu lange hat, ist das Praktikum sonst schon wieder vorbei bevor es richtig begonnen hat.
Bei mir war auch der Begriff von Entwicklungszusammenarbeit etwas ein Knackpunkt. Was stellt man sich darunter vor ???? Was ich mir vorstellte war auch nicht genau das, was mich dann dort erwartete. Nichts mit, zurückgebliebenen Armen etwas neues Zeigen und Europäische Technik und Möglichkeiten näher bringen!!! Sondern leuten welche eigentlich schon zufrieden sind, in ihren Mitteln jedoch sehr eingeschränkt, aufzeigen können wie man seinen Lebensstandard und seine Gesundheit mit sehr einfachen Mitteln etwas verbessern kann. Denn wieso sollte man auch ungkücklich sein, wenn man garn nichts anderes kennt und es doch schon immer so gewesen ist??!! Ja es war eine manchmal eine sehr spezielle Situation, die für uns Europäer nicht immer einfach zu verstehen ist, da uns halt doch einfach die Grundwerte des Lebens mit unserem Luxusstandard etwas abhanden gekommen sind.....! Ich bin jedoch sehr dankbar das ich diese auch wieder etwas mitbekommen habe, und versuche diese so lang als möglich in unserem Altag zu bewahren. Ich kann mir daher auch sehr gut vorstellen, dass ich nach meinem Studium auch wieder in der Entwicklungszusammenarbeit tätig sein werde. Denn diese Art zu arbeiten ist zwar teils sehr hart und schwierig, gibt einem jedoch andererseits, falls auch nur ein Projekt ein Erfolg ist, eine riesige innere Genugtuung an welche kein anderer Erfolg rankommt!!!
Wichtig war für mich auch, das man ein Umfeld hat indem man sich von Anfang an Wohl fühlt, da es schon schwierig genug ist mit all den neuen Eindrücken umzugehen.
So ist auch die Zusammenarbeit mit dein dort lebenden Arbeitern anders als bei uns. Ich wurde wirklich sehr schnell integriert, und im Gegensatzt zu hier halfen einem die Arbeitskollegen auch in den Privaten Problemen, und zwar ohne mehrmalige " bitti bätti " es war einfach eine Selbstverständlichkeit das man sich hilft. Mit meinem Betreuer Luciano hatte ich sowieso keine schweierigkeiten, da er eine sehr aufgeschlossene Persönlichkeit ist... halt en rechtige Tessiner :). Und so fühlte ich mich gleich wie zuhause.
Was natürlich ein kleiner Stolperstein war war die Sprache... Ohne Spanisch bist du wirlich verloren in Peru.... aber dank meines Sprachkurses konnte ich auch dies meistern. Erschwerend war Teils auch halt unsere andere Weltanschauung.... so habe anfänglich gewisse Sachen einfach nicht begreifen können, weil diese für mich kein Problem darstellten. Darum immer offen sein für alles!!!!! Was mir wiederum geholfen hat schnell einen Anschluss an die Arbeit zu finden waren meine technischen Vorkenntnisse von der Mechanik... da dort wirklich viiiiiieeeelllle Probleme mit Mechanik zu tun haben! Und so kommt man auch schneller mal ins Gespräch um etwas.
Interessant war auch, das Kulturelle Herkunft für eine Kommunikation nur dann zum Hindernis wurde wenn jeder nur von seinen Kulturtypischen höheren Merkmalen die Kommunikation zu füren versuchte. Wenn jedoch beide auf den Basis von Grundlagen diskutierten fand eine gute Kommunikation statt. Welche dann auch automatisch eine hörere Ebene erreichte. Man durfte einfach nicht direkt " obe Istiige wölle" .....
Ja also für den moment ist dies auch schon wieder alles, ich werde jedoch sicher in der nächsten Zeit wieder einen Blog schreiben, wenn ich alle meine Eindrücke etwas besser verarbeitet habe, und zudem etwas mehr zur ruh gekommen bin und auch mehr Zeit habe. Also alles liebi ond bes bald weder euche Helmut...

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