Sonntag, 14. November 2010

Sweet Home y Triste despedida

Hallo miteinander... so es ist vollbracht!!! Mit schwerem Herzen habe ich das wunderschöne Peru wieder verlassen müssen, was mir wirklich sehr schwer gefallen ist. Und obwohl ich jetzt schon wieder ein Paar Wochen in der Schweiz bin und wieder voll im Zeug mit Arbeit und schweizerischer Pünktlichkeit bin, bin ich irgwendwie doch noch nicht richtig angekommen. Ich vermisse Teils die wirklichen Probleme, welche wir in Peru hatten und nicht die künstlich geschaffenen Gesellschaftsprobleme hier, welche eigentlich gar keine Probleme sind.
Im grossen und ganzen bin ich jedoch mit meiner Arbeit in Peru zufrieden. Ich konnte bei verschiedenen Projekten Tatkräftig mithelfen und habe einen riiiiiisigen Einblick in dieses Land und seine Gegebenheiten bekommen. Auch mein Projekt mit dem Darrieus-Windrad ist zum Schluss gebracht worden, obwohl ich hier sicherlich noch einige Ideen davon weiterentwickeln werde. Die Effizienzmessung mit den Lehmöfen ist beinahe fertig. Dabei haben mir in Peru einige Grundlegende Daten gefehlt, welche ich hier an der ZHAW jedoch haben, und so diese Arbeit in den nächsten Wochen vervollständigen werde. Um kurz über die Highlights dieses Praktikums zu sprechen....... ganz einfach es gabe nur ein Highligh!!! Das ganze Praktikum. Ich wirklich nicht sagen welcher Teil mir am besten gefallen hat.... denn jeder einzelne Tag war ein Highlight für sich, wirklich. Natürlich war nicht immer alles Sonnenschein, aber jeder Tag war anders und sehr interessant. Die einzigen Probleme mit welchen ich zu kämpfen hatte, ware jene welche die einheimischen dort auch hatten, und zwar das ihnen das Material und die Mittel fehlten. So auch mir....

Interessant ist auch das egal wie man sich auch auf einen solchen Einsatz in einem Ausland bzw. in der Entwicklungszusammenarbeit vorbereitet, es immmer und wirklich immer sachen hat welche vollkommen anders sind als das man sie sich vorgestellt hat.
So auch bei mir, ich habe mir die Situation dort wirklich anders vorgestellt als das sie schlussendlich war. Was wiederum sehr interessant ist, da man sich sehr schnell an die neue Situation anpassen muss, denn falls man zu lange hat, ist das Praktikum sonst schon wieder vorbei bevor es richtig begonnen hat.
Bei mir war auch der Begriff von Entwicklungszusammenarbeit etwas ein Knackpunkt. Was stellt man sich darunter vor ???? Was ich mir vorstellte war auch nicht genau das, was mich dann dort erwartete. Nichts mit, zurückgebliebenen Armen etwas neues Zeigen und Europäische Technik und Möglichkeiten näher bringen!!! Sondern leuten welche eigentlich schon zufrieden sind, in ihren Mitteln jedoch sehr eingeschränkt, aufzeigen können wie man seinen Lebensstandard und seine Gesundheit mit sehr einfachen Mitteln etwas verbessern kann. Denn wieso sollte man auch ungkücklich sein, wenn man garn nichts anderes kennt und es doch schon immer so gewesen ist??!! Ja es war eine manchmal eine sehr spezielle Situation, die für uns Europäer nicht immer einfach zu verstehen ist, da uns halt doch einfach die Grundwerte des Lebens mit unserem Luxusstandard etwas abhanden gekommen sind.....! Ich bin jedoch sehr dankbar das ich diese auch wieder etwas mitbekommen habe, und versuche diese so lang als möglich in unserem Altag zu bewahren. Ich kann mir daher auch sehr gut vorstellen, dass ich nach meinem Studium auch wieder in der Entwicklungszusammenarbeit tätig sein werde. Denn diese Art zu arbeiten ist zwar teils sehr hart und schwierig, gibt einem jedoch andererseits, falls auch nur ein Projekt ein Erfolg ist, eine riesige innere Genugtuung an welche kein anderer Erfolg rankommt!!!
Wichtig war für mich auch, das man ein Umfeld hat indem man sich von Anfang an Wohl fühlt, da es schon schwierig genug ist mit all den neuen Eindrücken umzugehen.
So ist auch die Zusammenarbeit mit dein dort lebenden Arbeitern anders als bei uns. Ich wurde wirklich sehr schnell integriert, und im Gegensatzt zu hier halfen einem die Arbeitskollegen auch in den Privaten Problemen, und zwar ohne mehrmalige " bitti bätti " es war einfach eine Selbstverständlichkeit das man sich hilft. Mit meinem Betreuer Luciano hatte ich sowieso keine schweierigkeiten, da er eine sehr aufgeschlossene Persönlichkeit ist... halt en rechtige Tessiner :). Und so fühlte ich mich gleich wie zuhause.
Was natürlich ein kleiner Stolperstein war war die Sprache... Ohne Spanisch bist du wirlich verloren in Peru.... aber dank meines Sprachkurses konnte ich auch dies meistern. Erschwerend war Teils auch halt unsere andere Weltanschauung.... so habe anfänglich gewisse Sachen einfach nicht begreifen können, weil diese für mich kein Problem darstellten. Darum immer offen sein für alles!!!!! Was mir wiederum geholfen hat schnell einen Anschluss an die Arbeit zu finden waren meine technischen Vorkenntnisse von der Mechanik... da dort wirklich viiiiiieeeelllle Probleme mit Mechanik zu tun haben! Und so kommt man auch schneller mal ins Gespräch um etwas.
Interessant war auch, das Kulturelle Herkunft für eine Kommunikation nur dann zum Hindernis wurde wenn jeder nur von seinen Kulturtypischen höheren Merkmalen die Kommunikation zu füren versuchte. Wenn jedoch beide auf den Basis von Grundlagen diskutierten fand eine gute Kommunikation statt. Welche dann auch automatisch eine hörere Ebene erreichte. Man durfte einfach nicht direkt " obe Istiige wölle" .....
Ja also für den moment ist dies auch schon wieder alles, ich werde jedoch sicher in der nächsten Zeit wieder einen Blog schreiben, wenn ich alle meine Eindrücke etwas besser verarbeitet habe, und zudem etwas mehr zur ruh gekommen bin und auch mehr Zeit habe. Also alles liebi ond bes bald weder euche Helmut...

Sonntag, 10. Oktober 2010

Die Wahlen und kurzer Abschied...

Hallo zusammen wieder mal... sorry das ich schon lange nichts mehr geschrieben habe, aber in der letzten Zeit war ich doch recht beschäftigt und in Orten ohne Internet. Also vorab mal die Wahlen hier verlaufen doch reglich anders als in Europa!!! Und zwar viel anders!! ;) So erzähl ich euch nun nur ein paar kurze Episoden.

Bis zum Wahltag haben die verschiedenen Parteien nochmals richtig gasgegeben, mit Festen Parolen Geschenken umzüegen und und und.... Zum Schluss waren es Zwei Favoriten, ein Kandidat welcher leider kaum besser Spanisch spricht als ich und welcher einer Partei angehört, welche von vielen Campesinos( Baurern ) untersützt wird. Der Nachteil daran ist, das sich die Landbevölkerung sehr einfach beeinflussen lässt, und auch nicht über eine sehr gute Bildung verfügung. So ist es für sie schwierig abzuschätzen ob ein Kanditat das richtige macht oder nicht. Dieser Kandidat ist leider einer welcher in wirklich nicht über die Fähigkeiten verfügt die nächsten 4 Jahre diese riesen Summe von mehreren 100 Milionen Soles verwalten könnte. Zudem wird diesem Kandidat auch nachgesagt, dass er von der Minengesellschaft gekauft ist. Was für die Mienengesellschaft danach natürlich sehr einfach ist um sich die nächsten vier Jahre durchzuschlagen.
Der andere Kandidat ist einer einer neuen Bewegung, welche für mehr Demokratie und und Rechte für das Volk kämpft ( Tierra y Libertat ). Er war schon einmal Alcalde ( Bürgermeister ) und hat sich mehr oder weniger gut durchgeschlagen. Er verfügt aber sicherlich über das nötige Wissen und die nötigen Fachkräfte um die nächsten vier Jahre gut zu gestalten, und die nötigen Änderungen für bessere Grundversorgung vorzunehmen. Klar wird durch diesen Alcalde auch die Minerie ein bischen mehr in die Tasche greifen müssen, was jedoch der Minerie sicher nicht sehr weh tut;);)

Also so ist zwischen diesen beiden Kandidaten etwa Gleichstand was die "Schätzungen" anbelangen.

Am Wahltag musste nun jeder Bürger und jede Bürgerin in den Wahllokalen, welche sehr streng vom Militär bewacht wurden, wählen gehen und bekamen einen Violeten Finger zur Kennzeichnung. Wenn sie dies nicht taten zahlten sie eine Busse von ca.30 CHF, was hier sehr viel Geld ist. So fanden im ganzen Land nun Wahlen statt, und diese etwa um die gleiche Zeit sehr merkwürdig war jedoch das in Vororten von Espinar genau um diese Zeit der Auszählung der Stimmen komischerweise der Strom ausfiel,););) zufall häää. Und auch in Espinar war ab der Zeit in der die Auszählungen waren Stromausfall, und dies bis in den morgen hinein. Da der Kandidat der Tierra y Libertad dies voraussah, sagte er all seinen Arbeitern sie sollen Kerzen und Lampen in die Wahllokale mitnehmen, was dann auch sehr hilfreich war. So war also eine riesen Chaos und es verschwanden Wahlkisten und es wurde wahrscheinlich ziemlich manipuliert. All dies wurde dem Kandidaten der Gegenpartei zugesagt, welcher wahrscheinlich von der Minerie bezahlt wurde. Und mit Geld lässt sich hier auch der Strom abschalten!!! Und vorallem wenn die Relaisstation im Mineriegelände liegt :):):) ... interessant......jaja

So waren am Folgetag mehr oder weniger alle Gewinner der Wahlen bekannt, ausser in Espinar, wo die Leute fast das Gebäude der Wahlgesellschaft einrannten. Da dies der Wahlgesellschaft dann wahrscheinlich zu heiss wurde schickte sie die nicht ganz korrekten Wahlkartuschen nach Lima an die Stabsstelle zur durchsicht. Sehr einfach wenn man sich die Finger nicht schmutzig machen will :):) JAJA das liebe Peru... also haben wir bis anhin immernoch kein Alcalde!!! Da der Abstand der beiden Kandidaten nicht sehr gross ist. Die Stadtbevölkerung jedoch hat schon den Kandidaten der T y L Partei als neuen Alcalde gefeiert. Und ich denke falls das nicht so eintreffen wird, wird in Espinar wieder gestreikt und demonstriert jedoch einiges heftiger als vorher.....:(

Ich musste leider in der Zwischenzeit abreisen, da meine Zeit in Espinar zu Ende ging und ich jetzt wieder in Arequipa bin. Der Abschied fiel mir leider überhaupt nicht einfach, da mir die Kollegen in Espinar inzwischen sehr nahe standen und ich auch mitten im Projekt drin steckte. So war ich auch voll in die Familie von meinem Ingenieur Luciano intgriert und seine drei Töchterchen sind mir richtig ans Herz gewachsen. Seufz... ;( So machte ich es kurz und schmerzlos da dies für mich einfacher war, sonst wäre ich wahrscheinlich in tränen ausgebrochen ....;) Jaja jeder Abschied ist schwer.... leider ist dies noch nicht der letzte, da mir der Abschied von meiner Familie hier in Arequipa noch bevor steht. Und hier werde ich den Abschied nicht so schnell machen können, was mich jetzt schon etwas belastet....
Ich bin aber sehr sehr zuversichtlich, dass ich schnellstmögich wieder in dieses spezielle, jedoch wunderschöne Land zurückkeheren werde indem ich sehr viele neue Freundschaften geschlossen habe. Bis dahin habe ich schon fast all mein Hab und Gut an meine Freunde verschenkt, da diese es besser gebrauchen können als ich, und ich sowieso Platz brauche für meine Souvenirs....;););)

Also ich wünsche euch eine schöne Zeit und bis zum nächsten Post euer Helmut.

PS: Habe noch neue Fotos von unserer letzten Arbeit und von meinen Amigos aufgeschaltet, sowie die Videos von einer normalen Behausung der Campesinos und einer Hauptstrasse... super coole Strasse..... ;) Also schaut mal rein....









Mittwoch, 29. September 2010

Bevohrstehende Wahlen lockern auf.....

Hallo zusammen.... habe mir jetzt nach all den Verschiedenen Erlebnissen wieder mal die Zeit genommen um euch etwas davon mitzuteilen. Also nachdem ich euch das letzte mal geschrieben habe ist wieder ne Menge passiert. Die Streiks haben sich danach auf die umliegenden Gebiete ausgeweitet, weil sich die Streikenden dadurch mehr Erfolg erhofften. So haben sie die Strassenblockaden auf die Hauptverbindung zwischen Cusco und Arequipa erweitert. Da das Polizeiaufgebot jedoch immer wie groesser wurde wurde auch dieses Unterfangen immer schwieriger. In dieser Zeit jedoch war es hier in Espinar wieder etwas ruhiger, und man konnte sich auch wieder in der Nacht mehr oder weniger unbeschwert bewegen.

Durch den mehr oder weniger starken Druck der Potestierenden, hat sich danach die Regierung in Lima entschieden einen Vertreter zu schicken, welcher die Vorderungen der Streikenden anhoeren soll. Dieser kam dann auch und hatte jedoch nicht die gleichen Vorstellungen wie die Streikende Bevoelkerung. So brach der Regierungsvertreter die Anhoerung kurzerhand ab, und reiste unter starkem Polizei und Militaerschutz wieder ab. Zurzeit haben die Streikenden den Streik, sowie die Blockaden bis nach den Regierungswahlen ( 03.Okt.) beigelegt. So ist es momentan richtig schoen, und fast wie vorher. Super ist auch das die Laeden und der Markt wieder normal offen haben, und man wieder alles einkaufen kann. Auch die Bevoelkerung ist sichtlich erleichtert, so dass einem auf der Strasse fast jeder gruesst und die Leute bedeutend freundlicher sind als sonst....;);)

So sind wir momentan gespannt die Wahlen am abwarten, und hoffen das nicht ein Kandidat gewinnt, bei welchem man wahrscheinlich wiederum 4 Jahre verschwenden wuerde ohne das sich an der jetzigen Situation etwas aendern wuerde...:(jaja seufz...

Also ich werde euch dann nach den Wahlen wieder neuere Infos geben......

Bis bald euer Helmut

Mittwoch, 15. September 2010

Huelgas in Espinar .... Streiks und Ausnahmezustand

Hallo zusammen..... Dies ist ein etwas aussergewoehnlicher Post den ich euch hier nun schreibe.... Und zwar hatte ich garnicht vor euch einen Post jetzt schon zu schreiben, da ich aber im Internetroom festsitzte, weil sie die Tueren verrammelt haben, und zwar wirklich verrammelt ( mit Holzbalken und Eisenstangen ). Und draussen die sich in der ganzen Stadt eine wilde Meute von Jugendlichen, Erwachsenen mit der Polizei und dem Militaer groebere Strassenschlachten liefern. Ich wuerde zwar jetzt lieber draussen sein und auch etwas von der Sache mitbekommen, aber die lassen mich hier nicht raus, und so sitze ich hier und habe nun etwas Zeit um euch die Sache zu erklaeren....

Also.... seit dem 13. September wird hier in Espinar gestreikt. Der Grund dafuer ist das, wie ich ja schon mal geschrieben habe, in Espìnar immer wieder Wasserknappheit herrscht. Da nun auchnoch einer der groessten Fluesse der Region durch ein neues Abkommen mit einem Unternehmen abgezweigt werden sollte und nach Arequipa umgeleitet werden sollte sind die Leute in den Streik getretten. So gibt es wie bei jedem Streik solche die eher friedlich Streiken mit Protesten und Parolen und es gibt jene, die eher etwas radikal vorgehen. Hier in Espinar ist der Anteil der Radikalen eher etwas groesser als bei uns..... so etwa 80% ;););)

Die ersten paar Tage dieses Streiks sind ehre etwas ruhiger verlaufen, mit Strassensperren und Umzuegen durch die Stadt. Die Polizei war zu dieser Zeit immer in kleineren vollbeffneten Gruppen present( Bewaffnung ist eine Mischung aus "Kalaschnikov", Revolver, Pumpgun und Traenengasgewehr) welche jedoch zu den "Gringos", also zu mir und Luciano, immer sehr freundlich sind und uns immer gruessen. Zudem haben fast alle Laeden geschlossen und man kommt weder in die Stadt noch aus der Stadt, da die Leute bei jeder Strasse eine Strassensperre errichtet haben.
Nun ist das ganze auf heute Abend jedoch eskaliert, da das naheliegende Minenunternehmen Xtrata, zum Schutz des Minenareals das Militaer aufgeboten hat. Und da dieses Unternehmen ziemlich Geld hat und auch Beziehungen ist das Militaer natruerlich promt und schnell zur Stelle gewesen. Dies hat dem Volk jedoch nicht so gefallen, da es doch schon seit laengerem auf die Absprache mit Regierungsleuten warten und nie etwas passiert ist, geschweige denn ein Regierungsvertreter gekommen ist. Wenn aber die Mine ruft ist gleich alles zur Stelle.;(;(;(;( versteh ich irgendwie auch..... tja Geld regiert die Welt.... Auf jedenfall hat die Regierung nun ueber die Region Espinar den Ausnahmezustand verhaengt.

Nun sitze ich hier, nur gerade zwei Strassen von zu Hause weg, und kann weder mitmischen noch nach Hause gehen ....misst ;) Vorhin hat mir gerade noch mein Chef Luciano per telefon mitgeteilt, das es draussen ziemlich zur Sache geht. Er sitzt gerade auf dem Dach und hat mir beschrieben, wie die Polizei mit Traenengas und Gummischrot gegen die Demonstranten versucht vorzugehen. Versucht aus dem Grunde, da die Polizei vollkommen in der Unterzahl ist und auch nicht in der ganzen Stadt praesent sein kann. Die Demonstranten hingegen, in enormer Ueberzahl, bewaffnet mit Steinen und Flaschen, draengen die Polizisten immer wieder zurueck. Er teilte mir auch mit, dass es vieleicht nur eine Frage der Zeit sei bis die Polizei mit scharfer Munition schiesst, wenn sie sich zu fest zurueckgedraengt fuehlt. Nur zum sage, dies ist hier in Peru keine Seltenheit das es bei Streiks Tote gibt, da die Polizei meistens mit der Situation ueberfordert ist.
Das Militaer ist momentan anscheinend mit den Gruppen des Stadtrands und des Minenareals beschaeftigt. Ich kann mich momentan nicht so richtig auf das Schreiben konzentrieren, da immer wieder Steine oder Flaschen gegen die Tueren- und Fensterlaeden schlagen.

Leider kann ich euch jetzt verstaendlicherweise keine Fotos oder Videos geben, werde dass jedoch noch nachholen, da Luciano vom Dach Fotos und Videos gemacht hat.
Aber so wie er es mir beschrieben hat ist das Ganze ziemlich Tumultartig und und von seiten der Polizei recht unorganiesiert... Fehlen eindeutig ein paar Securitas .... ( Bruedi das waer en Fall fuer dech ;););) )
Das einzig positive an der Sache ist, das der Internetschuppen etwas laenger auf hat und ich so endlich all meine Updates, auf welche mein Laptop schon sehnlichst warten runterladen kann ;);)

Also halte euch den weder aufem laufende was de Usgang vo dem ganze abelangt....

liebi Gruess usem Usnahmezuestand euche Helmut



Nachtrag einen Tag spaeter....

Also sitze schon wieder im einem Internetroom, jedoch in einem anderem, da der gestrige heute aus Sicherheitsgruenden zu hat. So nun habe ich auch noch ein paar Videos und Fotos.... bin gestern noch mehr oder weniger heil nach Hause gekommen.... dass heisst, ich wurde als Gringo bei jedem Polizeiposten kontrolliert und mehrmals befragt, und das obwohl mein Zuhause nur gerade ca. 50m vom Internetroom entfernt ist. Nachdem ich danach zu Hause angekommen war ging ich mit meiner Kamera aufs Dach und habe das Geschehen noch etwa zwei Stunden weiter verfolgt. Die schlechte Nachricht ist, dass sich die Lage leider nicht verbessert hat, und es gestern sogar einen Toten gab, welcher mit einer Pumpgun der Polizei in den Ruecken getroffen wurde. (Ich war zu diesem Zeitpunkt gerade auf dem Dach, und habe noch einen Teil dieses Ungluecks mit meiner Kamera festhalten koennen.) Zudem mehrere Verletzte und Schwerverletzte. Dies bedeutet nun das die Lage weiter angespannt ist, und heute von Lima mehrere Spezialeinheiten angereisst sind und sich auch die Militaertruppen aufgestockt haben. Im Gegenzug dazu haben sich auch noch mehr Demonstranten mobilisiert. Nun bin ich wieder am schreiben und hoere leider schon wieder Schuesse von Traenengaspetarden.... Tja jedoch bedeutend weniger als gestern.;);) Jipiiii
Also ich gehe jetzt wieder nach Hause, da ich sonst spaeter hier wieder festsitzte und ausharren muesste. Bis bald weder euche Helmut em Kriiisegebiet









Dienstag, 7. September 2010

Bolivien vs.Peru

Hallo miteinander da ist er wieder…. der Helmut aus Peru. Dieser Post hier wird wieder etwas speziell und laaang, da ich wieder Fragen von meiner Hochschule beantworten werde. Ich habe ihn deshalb etwas gegliedert:) Zuerst aber wieder einige News von hier. Ich komme in meinem Projekt ziemlich gut voran, mein Prototyp des grossen Windrades ist beinahe Startklar und so schätze ich werden wir ihn nächste Woche testen können. Ebenso haben die Mitarbeiter und ich immer ziemlich ein „Gaudi“ wenn wir am Arbeiten sind. Das einzige was wir uns manchmal „zanggen“ ist die Musik die in der Werkstatt gehört werden soll, schweizer oder peruanische…..ebenso habe ich hier nun endlich die „Znünipause“ und das „Fürobebier“ am Fritig durchsetzten könne… eigentlich war es kein Durchsetzen sondern eher ein sofortiges Adaptieren, als sie hörten das es sowas gibt :):) es gibt auch immer wieder etwas Abwechslung zwischendurch. So haben wir vor zwei Wochen in einem etwa 2.5 Std. entfernten Dörfchen mit ca. 200 Einwohner dank einem grosszügigen Spenderprojekt aus Deutschland in einer Schule ein Solarpanel installiert und so das erste Mal Strom in dieses Dorf gebracht. Zudem wurden in allen Schulzimmern und im Rektorzimmer Lampen installiert, so dass sie jetzt am Abend Licht haben. Auch wurde dem Rektor für seine Arbeit und für den Unterricht ein Laptop geschenkt. Schön zu sehen war wirklich wie sich nicht nur die Kinder riesig gefreut haben und zum ersten Mal einen Laptop sahen(haben noch einen Video auf dem Laptopgezeigt) sondern sogar die etwas gestandeneren Männer sehr dankbar, und den Tränen nahe waren. Wirklich eine schöne Sache. Der einzige „Haggen“ an diesem Tag war wiedermal das einheimische Essen für meinen Magen;):):). Letzte Woche hatte ich dann die Wahl, da mein Imigrationsvisum abgelaufen war, zwischen einer Ausfahrt nach Cusco um für meine Visumsverlängerung ca.60Dollar zu zahlen, oder einer Reise in das benachbarte Bolivien……hhhhhmmmmm na klar Bolivien ;) Also habe ich einen Wochenendausflug nach Copacabana gemacht. Und ich sage euch ich habs genossen… den die Hotels sind relativ günstig und das Essen ist einfach Spitze !!! „Filet Mignion“ mit allem drum und dran und einer Flasche Wein für sage und schreibe ca.10CHF ….:):):). Was an diesem Ausflug auch sehr interessant war sind die Unterschiede der beiden Länder. Obwohl Copacabana nur gerade ca. 15 von der Grenze liegt ist die Bevölkerung doch sehr andersch. So waren z.b. die peruanischen Polizisten und Grenzwärter sehr streng und strikt in der Ausführung ihrer Arbeit, und auch eindrucksvoll mit ihren Maschinenpistolen. Während das erste was ich auf bolivianischer Seite sah ein etwas übergewichtiger Polizist der sehr gelangweilt in seinem Stuhl sass die Mütze runtergezogen hatte und seine Pumpgun etwa 2 Meter von ihm entfernt lag ;);) jaja und das erste was der Grenzwärter im bolivianischen Migrationsbüro sagte als er sah das ich Schweizer war, war „ Ahh Schweizer….. das macht in dem Fall 200 Bolivianos!“…. Wie bitte ??? sagte ich. Und er begann zu lachen und sagte es sei nur ein Scherz, und machte mir meinen Stempel in den Pass und wünschte mir einen schönen Aufenthalt. Jaja Kulturen….. Ich habe so einen meiner Mitarbeiter, den ich inzwischen ziemlich gut kenne gefragt, wie sich sein Leben in den letzten zehn Jahren verändert hat. Und in wie fern sich die Entwicklung der Region auf ihn auswirkte. Er antwortete, dass im generellen das kaufen von Gütern in dieser Region einfacher wurde, im Markt wie auch in der Region, weil die Mineria hier in die Region einen höheren Standard gebracht hat. So hat ein allgemeiner Entwicklungsschub stattgefunden. Eine Sache die sich verschlechtert hat ist die Korruption, welche auch durch das grössere Vorhandensein von Geld auch vermehrt auftritt. Ebenso ist durch die Mineria auch die Bevölkerung gewachsen und es herrscht teils Wasserknappheit, sowie die Qualität des Wassers ist nicht mehr so gut wie früher, verursacht teils durch die Mineria, teils durch die Bevölkerung und deren neue Industrie. Die Entwicklung in der Region hat das Leben meines Kollegen insofern verändert, dass durch die vergrösserte Wirtschaft und Industrie er zu einer Arbeit und eines eigenen Geschäftes gekommen ist, was sonst nicht möglich gewesen wäre, da es keine Nachfrage für solche Produkte gegeben hätte. Ich finde seine Sicht für die vergangenen Jahre sehr interessant und teile einen grossen Teil seiner Sichtweise. Von meinem Standpunkt aus ist es schwierig eine Analyse für die folgenden Jahre für dieses Land zu machen. Es ist jedoch fast im ganzen Land die gleiche Situation, diejenigen Gebiete welche auf einer Hauptverkehrsachse liegen, mineralische Vorkommen haben welche genutzt werden oder touristisch attraktiv sind haben meisten auch gute finanzielle Mittel und die Bevölkerung hat einen höheren Standard. Diejenigen jedoch, welche im ländlichen Gebiet liegen haben meisten keine oder sehr beschränkte finanzielle Mittel und es ist für sie schwer Projekte umzuwandeln. So ist die Kluft zwischen arm und reich in diesem Land aussergewöhnlich gross, und die Armut der Bevölkerung wird somit auch nicht richtig wahr genommen, da die regierende Schicht nicht in armen Gebieten lebt. Ebenfalls ein sehr grosses Problem ist die sehr starke Korruption der Regionalregierungen und der fehlende Kontrolle und der fehlende Informationsfluss bis hin zu der Bevölkerung, sowie das der Bildungsstand der Landbevölkerung meist nicht über das Niveau verfügt um sich seiner Rechte bewusst zu sein. So ist für mich das schlechteste Szenario in den nächsten zehn Jahren, das die herrschenden Korruption noch stärker geworden ist und es dadurch für die Unterschicht der Bevölkerung noch schwieriger wird seine Situation zu ändern, ausser mit Streiks und Protesten gegen die Lokalregierung. So wird sich auch der Bildungsstand nicht gross ändern. Das beste Szenario wäre meiner Ansicht nach, wenn durch die jetzt anstehenden Neuwahlen eine Lokalregierung gewählt wird welche die jetzigen Umstände erkennt, und durch gute Planifikation der Amtsperiode und guten Informationsfluss bis hin zu der Landbevölkerung viele Projekte umsetzen kann. So auch die bessere Aufklärung der Landbevölkerung. So würde für die nächste Amtsperiode die Bevölkerung nicht jedem Kandidaten seine Versprechen glauben, sondern würde erkennen, welche Projekte der Kandidaten wirklich umsetzbar sind. So würde sich nach und nach dieser jetzt herrschende Kreislauf auflösen und so hätte auch die Korruption weniger Chancen. Ja so hani jetzt ziemli viil über die Lockale gegebeheite beschriebe…..Jo so gibt’s nur noch zu sagen, dass die Zeit wahnsinnig schnell vergeht und ich in meiner verbleibenden Zeit noch versuchen werde die Effizienzmessungen der Lehmöfen zu beenden und eine Variante des grösseren Windrades so zu vollenden und zu optimieren, dass sie funktioniert und in „Produktion“ gehen kann. Falls die Zeit mir dann noch gütig ist und ich etwas „spatzig ha“ werde ich noch versuchen einen Prototyp von einem von mir etwas abgeänderten Darrieus Windrad zu konstruieren von welchem ich glaube, dass er für diese Region hier auch sehr geeignet wäre. Ja ja …. Wie ihr seht steht immer viel an mit Höhen und Tiefen! Was jedoch sicher ist, ist das einem für solche Sachen immer zu wenig Zeit bleibt, weil man immer wieder etwas findet was man noch machen könnte. Hätte ich also noch etwa ein Jahr länger würde ich mit Bestimmtheit die vorhandenen Produkte noch weiterentwickeln und noch etwas adaptieren. Als auch hätte ich schon wieder neue Ideen für eine durch Dampf Strom erzeugende Parabolreflektorschüssel, oder eine einfache Art eines Biogasreaktors wie das Model von „Lohri Christian Riuji in Dar es Salaam, Tanzania“ welches sicher auch interessante Projekte wären. Was jedoch sicher auch notwendig wäre, wäre ein verstärktes Marketing in und um die Region Espinar, um deren Bekanntheit zu steigern. So jetzt dänki händer weder gnueg zum läse und diskotiere för die nöchschte 15 Kaffipause ;))) Bis bald weder euche Helmut in Peru



Freitag, 20. August 2010

Bad Day...

Hallo metenand….es esch doch au scho weder Ziit föer en neue Post…..Also nach dem ich die Ferien mit meinem Hermanito so ausgiebig genossen habe, bin ich wieder voll in den Altag der Taller Inti eingestiegen. Das heisst die Planung für die Anstehenden Effizienzmessungen angefangen und die Umkonstruktion des sich selbst regulierenden Windrades, die hatte es auch wirklich nötig. Denn nachdem wir es ausgiebig mit dem kleineren Alternator getestet haben, habe ich den grösseren ( den eines PW ) montiert. So sollte das Windrad nun nicht mehr nur 100Watt bringen, sondern bis zu 350Watt.Für diesen Zweck habe wir die Windfangfläche ( silbernes Metall ) der Flügen verlängert so dass eine grössere Fläche dem Wind ausgesetzt ist und mehr Kraft wirken kann. Fazit das Ding sollte einfach mehr Leistung bringen. Also ab zu unserem Versuchswindkanal alias Landepiste der Flugplatzes. Nach ersten Tests brachte das Ding etwas mehr Leistung…. Was jedoch nicht zufriedenstellend war. Luciano fand es zwar ganz ordentlich, aber ich mit meinem immer noch europäischem Denken fand dies nicht so.;);) Gut und recht… zurück in die Werkstatt und optimieren war die Devise! Nach weiteren Anpassungen am Windrad war einige Tage danach die zweite Versuchsrunde auf dem Flugplatz angesagt. Diesmal war es jedoch überhaupt nicht unser Tag….. vor Beginn der Testfahrt wollte ich die el. Steuerung des Alternators an die Batterie anschliessen und kam mit dem Strom der Batterie an einen Kontakt an den doch besser nicht hätte kommen sollen…… PUUUFFFFF hats gemacht und ein kleines Räuchlein zeigte an das dies der Steuerbox doch nicht so gefallen hatte. Also gings los einen neue Steuerbox besorgen. ;(((. Kurze Zeit später…… Neue Steuerbox montiert und einsatzfertig. Also nochmal ne Runde auf dem Flugplatz…..diesmal funktionierte zwar die Steuerbox, jedoch ist die montierte Windfangfläche dem kleinen Windrad nicht so gut bekommen, sodass sich nach und nach die Schweissnähte wie auch die neu angebrachten Flächen lösten und bei 100km/h wie kleine Geschosse über den Flugplatz fegten… Nächster Schritt…. Alles zusätzlich angebrachte Material ( aus Sicherheitsgründen ) entfernen !!!! Danach noch ne Runde jedoch mit dem fast herkömmlichen Model. Zu Schluss hatte sich auch noch meine 10A Sicherung meines Messgeräte verabschiedet, so dass wir den Test dann ganz abrechen mussten……FAZIT: Eine am Ende angekommenes Windrad ( Schrott) ein defektes Messgerät und keine Daten…..schöner Tag ;););)

Tja....Peru

Ein weiteres super Beispiel für Peru…..Als wir wiedermal am Abend Stromausfall hatten ( hier etwas regelmässiger als bei uns …und lääääännnnnger :)) machte uns das nicht allzu viel aus, da sofort alle Geschäfte auf Kerzenbetrieb umschalteten. Und da hier der Fortschritt auch noch keine el. Kassen gebracht hat, ist auch das Zahlen kein Problem…. Höchsten das Wechselgeld zählen, welches öfters in dieser Zeit „lustigerweise“ falsch zurückgegeben wird…. :) Ja egal…für die Frau von Luciano , welche hier ja ein eigenes AM Radio betreibt ist dies jedoch weniger lustig. So hatte sie sich beim Strombetreibe mit ach und krach informiert wie lange der Stromausfall etwa dauern könnte. Die teilten ihr mit das in der Stadt nach wenigen Stunden wieder Strom herrsche, und da es ja Abend war, stellte dies auch kein grösseres Problem dar. Was jedoch mehr problematischer war, war die Tatsache das die eigentliche Übermittlungsantenne ausserhalb der Stadt liegt, und dieser Teil voraussichtlich mehrere Tage ohne Storm sein würde :( Und da dummerweise am nächsten Tag um 8.30 Uhr Interviews mit den Kandidaten der bald stattfindenden Wahlen gehalten werden sollten musste eine Lösung her. Also per express konnten wir dann für den nächsten Tag einen grösseren Generator für die Sendestation auftreiben…… So fuhren Luciano und ich am nächsten Morgen um ca.5.30 Uhr mit dem Generator in die Sendestation um diesen Dort zu installieren. ( Tagsächlich war am Morgen der Strom der Stadt wieder da !) Nach beendeter Installation so ca. um 8.00Uhr liessen wir die Anlage mit dem angeschlossenen Generator wieder hochfahren. Soweit super alles funktionierte wie geplant. Danach funkten wir in die Radiostation um zu fragen ob jetzt alles wieder in Ordnung sei. Zu unseren riesen Überraschung teilte man uns dann mit das die Sendestation zwar i.o. sei, aber die Stadt schon wieder kein Strom mehr habe und so der die Radiostation auch nicht mehr funktioniere…………TJA PECH….oder …..Tja Peru..:) Also bis bald…euer Helmut